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Goldbeck plant, baut und betreibt neue Feuer- und Rettungswache für Castrop-Rauxel

21.09.2026 – Lesezeit ca. 4 Minuten 202

Die neue Feuerwache vereint Feuerwehr, Rettungsdienst und den Löschzug 3 Habinghorst an einem Standort. (Bild: GOLDBECK GmbH, SSP Architekten + Ingenieure, brandenfels landscape + environment)

Die neue Feuer- und Rettungswache an der Habinghorster Straße verbindet kurze Einsatzwege mit modernen Arbeits-, Ausbildungs- und Ruhebereichen. Nach der Fertigstellung übernimmt Goldbeck für 25 Jahre zentrale Leistungen im Gebäudebetrieb. Die Vertragsunterzeichnung mit der Stadt fand heute am 9. September 2026 statt. Der Baubeginn ist im Herbst 2027.

Das europaweit tätige Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck setzt das Projekt mit der Stadt Castrop-Rauxel als öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) um. Goldbeck übernimmt ausgewählte Betriebsleistungen, wie beispielsweise die Instandhaltung, das Störungsmanagement und das Energiemanagement. Die Verbindung von Planung, Bau und Betrieb ermöglicht es Goldbeck, die Anforderungen des späteren Gebäudebetriebs von Beginn an in der Planung zu berücksichtigen.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Löschzug ziehen zusammen

Die bestehende Wache an der Frebergstraße stammt aus dem Jahr 1954 und bietet nicht mehr ausreichend Flächen für Fahrzeuge, Technik sowie Aus- und Fortbildung. Auch Umkleiden und Sozialräume sowie die Trennung belasteter und sauberer Bereiche erfüllen die heutigen Anforderungen nicht mehr. Der neue Standort verbessert zugleich die Erreichbarkeit des nördlichen Stadtgebiets von Castrop-Rauxel und der Autobahn 2.

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"Die heutige Feuer- und Rettungswache begleitet Castrop-Rauxel seit vielen Jahrzehnten. Inzwischen haben sich die Aufgaben, die technischen Anforderungen und die Bedürfnisse der Einsatzkräfte deutlich weiterentwickelt. Deshalb reicht es nicht, nur einzelne Defizite am bisherigen Standort zu beheben", sagt Bürgermeister Rajko Kravanja. Michael Eckhardt, Stadtkämmerer und als Beigeordneter unter anderem zuständig für die Feuerwehr, ergänzt: "Mit dem Neubau schaffen wir langfristig verlässliche Strukturen für die kommenden Jahrzehnte und bündeln Feuerwehr, Rettungsdienst und den Löschzug 3 Habinghorst an einem gemeinsamen Standort.“

Planung, Bau und Betrieb greifen ineinander

Die Struktur des Gebäudes mit rund 16.000 Quadratmetern Baugrundfläche richtet Goldbeck in der Planung konsequent auf die Abläufe der Einsatzkräfte aus. Durchfahrten im Erdgeschoss verkürzen die Wege zu den Fahrzeughallen und unterstützen ein zügiges Ausrücken. Ruhe- und Sozialbereiche geben den Einsatzkräften während der Schichten Rückzugsmöglichkeiten. Terrassen und ein Speisesaal bieten Platz für Pausen und gemeinsame Mahlzeiten. Hinzu kommen ein Feuerwehrgerätehaus, Verwaltungsräume, Flächen für Aus- und Fortbildung, feuerwehrspezifische Technik sowie ein Hubschrauberlandeplatz. Eine sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung hält belastete Ausrüstung von sauberen Arbeits- und Aufenthaltsbereichen fern.

„Bereiche für Fahrzeuge, Technik, Ausbildung und Ruhezeiten sind in der neuen Wache funktional aufeinander abgestimmt. So unterstützt das Gebäude die Einsatzkräfte im Arbeitsalltag und schafft zugleich moderne Bedingungen für den Schichtdienst“, sagt Julia Tissen, Projektmanagerin bei Goldbeck Public Partner. „Weil wir Planung, Bau und Betrieb aus einer Hand anbieten, richten wir Entscheidungen in Planung und Bau schon heute auf einen zuverlässigen Betrieb über viele Jahre aus.“

Blick in die Fahrzeughalle. (Bild: GOLDBECK GmbH, SSP Architekten + Ingenieure, brandenfels landscape + environment)

Systematisiertes Bauen sorgt für Tempo und Kostensicherheit

Das Gebäude realisiert Goldbeck in seiner systematisierten Bauweise. Wesentliche Bauelemente fertigt das Unternehmen dabei industriell in eigenen Werken vor und setzt sie auf der Baustelle zu individuellen Gebäuden zusammen. So verbindet Goldbeck ein hohes Bautempo und Wirtschaftlichkeit mit den spezifischen Anforderungen von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Heiner Wendel, Leiter der Geschäftsstelle Gefahrenabwehr- und Infrastrukturgebäude der Goldbeck West GmbH erläutert: „Die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen ist für uns ein Erfolgsfaktor. Dabei greifen wir bewusst auf ein bewährtes Netzwerk regionaler Partner und Nachunternehmer zurück, sodass ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung vor Ort bleibt.“

An der Planung wirken neben Goldbeck die SSP AG aus Bochum sowie brandenfels landscape + environment aus Münster mit. Vor dem Neubau werden vorhandene Anlagen zurückgebaut und das Gelände vorbereitet. Die Fertigstellung ist für Sommer 2029 vorgesehen.

Energieeffizienz von Anfang an mitgedacht

Goldbeck realisiert die neue Feuer- und Rettungswache im KfW-40-Standard, der den Primärenergiebedarf auf 40 Prozent des gesetzlichen Referenzgebäudes begrenzt, und strebt eine Zertifizierung nach der Anforderungsstufe Plus des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude an. Photovoltaikanlagen und begrünte Dachflächen ergänzen das Energiekonzept. Ein digitales Energiemanagement erfasst die Verbräuche von Strom, Wärme, Wasser und Kälte im Betrieb und zeigt Optimierungsmöglichkeiten auf.

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