Rubrik Bau(en) & Städtegestaltung

20 erfolgreich begleitete Bauberatungen, aktuell 15 Projekte

Gute Planung spart Folgekosten: VDV-Bauberatung in der Branche stark gefragt

04.08.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten 239

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) unterstützt seine Mitgliedsunternehmen mit einem kostenfreien Beratungsangebot bei Neu- und Umbauten von Betriebshöfen und Werkstätten. „Die Bauberatung des VDV-Fachausschusses Betriebshöfe und Werkstätten wird intensiv genutzt. Zwischen 2022 und 2024 wurden 20 Bauberatungen erfolgreich durchgeführt, derzeit laufen 15 weitere Beratungen. Das VDV-Angebot hilft Verkehrsunternehmen, Fehlplanungen in Betriebshöfen und Werkstätten frühzeitig zu korrigieren und sichere, praxistaugliche Lösungen umzusetzen“, so VDV-Vizepräsident Paul Hemkentokrax.

Die Stärke des Angebots liegt in der frühen Einbindung in die Planung. Bauvorhaben werden im Fachausschuss Betriebshöfe und Werkstätten vorgestellt und anschließend von einem Beraterteam begleitet, das praktische Betreibererfahrung mit Arbeitsschutz-Expertise verbindet. Ziel ist, Fehlplanungen zu erkennen, bevor sie gebaut werden. Dazu gehören auch Vor-Ort-Termine, bei denen bestehende Anlagen und künftige Bauflächen besichtigt werden. „Unsere Bauberatung ist ein Angebot aus der Branche für die Branche. Erfahrene Betreiber beraten auf Augenhöhe. So lassen sich Fehlentwicklungen früh erkennen, betriebliche Abläufe besser organisieren und spätere Zusatzkosten vermeiden“, sagt Hemkentokrax.

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Wirkung: Bausünden vermeiden

Die Ergebnisse zeigen den konkreten Nutzen. In den vergangenen Jahren konnten zahlreiche „Bausünden“ vermieden werden, etwa zu geringe Verkehrswegebreiten, fehlende Mindestabstände oder ungünstige Arbeitsbedingungen bei Außenarbeiten. Die Empfehlungen fließen bereits in Konzept- und Entwurfsplanungen ein. Das erhöht die Planungssicherheit und reduziert den Bedarf späterer Anpassungen. Der Beratungsbedarf steigt, weil Betriebshöfe und Werkstätten vor neuen Anforderungen stehen. Vor allem die Umstellung auf batterieelektrische und wasserstoffbasierte Antriebe verändert bauliche, organisatorische und sicherheitsrelevante Rahmenbedingungen grundlegend. „Der Verband unterstützt seine Mitgliedsunternehmen dabei mit einem kollegialen Beratungsansatz, der praktische Erfahrung, technische Kompetenz und Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zusammenführt. Für Mitgliedsunternehmen, die Neu- oder Umbauten von Betriebshöfen und Werkstätten planen oder bestehende Konzepte überprüfen lassen wollen, steht der VDV als Ansprechpartner bereit“, so Hemkentokrax.

Hohe Investitionen: kaum gefördert

Bei vielen Mitgliedsunternehmen ist die Infrastruktur in die Jahre gekommen und für die staatlich vorgegebene Antriebswende ungeeignet. Diese hohen Investitionen in zukunftsfähige Infrastruktur werden in vielen Bundesländer unzureichend oder überhaupt nicht gefördert. Da aber genau diese Kosten sich nicht in den Fortschreibungen der Verkehrsverträge, der Verbundtarife und des Deutschland-Ticket wiederfinden, führen sie zu einer noch höheren Unterfinanzierung des ÖPNV in Deutschland. „Dies ist ein weiteres Argument für die von der Branche geforderte Neuordnung der ÖPNV-Finanzierung in Deutschland“ betont Hemkentokrax.

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