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Niedrigwasser ist Klimafolge: VCD warnt vor Scheinlösungen und fordert konsequenten Klimaschutz
10.08.2026 – Lesezeit ca. 2 Minuten
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Niedrigwasser des Rheins in Köln, Trockenheit in Deutschland(Bild: Istock /AL-Travelpicture)
Anlässlich der von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger einberufenen Fachkonferenz zu Niedrigwasser fordert der ökologische Verkehrsclub VCD langfristige Lösungen im Umgang mit den Folgen der Klimakrise. Statt allein auf den Ausbau der Wasserstraßen zu setzen, muss die Verkehrspolitik klimaresiliente Flüsse erhalten, den Schienengüterverkehr stärken und den Ausstoß von Treibhausgasen wirksam senken.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger lädt heute kurzfristig zu einer Fachkonferenz zum Thema Niedrigwasser ein, allerdings ohne die Beteiligung von Umwelt- und Verkehrsverbänden – dabei ist ihre fachliche Expertise bei Strategien im Umgang mit den Folgen der Klimakrise unverzichtbar. Im Mittelpunkt stehen die Folgen niedriger Pegelstände am Rhein und anderen Wasserstraßen für die Binnenschifffahrt.
Der ökologische Verkehrsclub VCD warnt davor, Niedrigwasser mit einer weiteren Vertiefung der Fahrrinnen zu begegnen. Eine solche Maßnahme würde erhebliche finanzielle Mittel binden und die eigentlichen Ursachen nicht lösen – im Gegenteil. Tiefere Fahrrinnen beschleunigen den Wasserabfluss und erhöhen die Anfälligkeit der Flusssysteme. Aus Sicht des VCD ist eine weitere Fahrrinnenvertiefung deshalb eine Scheinlösung angesichts der zunehmenden Extremwetterlagen.
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Dazu erklärt Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Die niedrigen Pegelstände kommen nicht überraschend. Sie treten seit Jahren auf, werden infolge der Klimakrise immer häufiger und erreichen gravierende Tiefstwerte. Das Niedrigwasser ist ein deutliches Warnsignal dafür, dass wir jetzt entschlossen handeln müssen und unsere Infrastruktur an die Folgen der Klimakrise anpassen.
Statt Schifffahrtsrinnen immer weiter zu vertiefen, brauchen wir klimaresiliente Flüsse und einen leistungsfähigen Schienengüterverkehr, sodass Transporte bei extremen Niedrigwasserereignissen zuverlässig auf die Schiene verlagert werden können. Vor allem brauchen wir endlich eine wirksame Klimaschutzpolitik, die den Ausstoß von Treibhausgasen konsequent senkt. Gerade im Verkehrssektor besteht weiterhin erheblicher Nachholbedarf. Neben der Elektrifizierung des Straßenverkehrs gehören dazu vor allem eine verlässliche und leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Wer heute nur die Symptome bekämpft, wird morgen vor noch schwerwiegenderen Problemen stehen. Deshalb braucht es eine Verkehrspolitik, die Klimaschutz und Klimaanpassung konsequent zusammenführt.“
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