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Recyclingquoten 2024 zeigen: Verpackungsrecycling in Deutschland funktioniert
02.02.2026 – Lesezeit ca. 3 Minuten
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Wie gut Recycling funktioniert, entscheidet sich bereits bei der Entsorgung im Haushalt. (Bild: Initiative „Mülltrennung wirkt“ / Marcella Merk)
Die dualen Systeme erfüllten im Jahr 2024 die gesetzlich vorgegebenen Verwertungsquoten für Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Eisenmetallen sowie Papier, Pappe und Karton. Insgesamt führten sie rund 5,5 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle einer Verwertung zu – das entspricht gut 90 Prozent der bei den Systemen beteiligten Verpackungen. Die aktuellen Recyclingquoten für das Berichtsjahr 2024 veröffentlichten die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) und das Umweltbundesamt (UBA) am 27. Januar 2026 bei ihrer Pressekonferenz.
Recyclingquoten machen transparent, in welchem Umfang Verpackungsabfälle tatsächlich verwertet werden. „Die aktuellen Ergebnisse sind ein zentraler Indikator für die hohe Leistungsfähigkeit der dualen Systeme“, sagt Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“. „Insbesondere bei Kunststoff- und Metallverpackungen bestätigen die Quoten, dass Wertstoffe in großem Umfang wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden.“ So wurden 2024 rund 71 Prozent der an den dualen Systemen beteiligten Kunststoffverpackungen werkstofflich verwertet.
Trotzdem glauben viele Verbraucher*innen, Verpackungsabfälle würden größtenteils verbrannt. Ein Mythos – denn tatsächlich gelangen alle Abfälle aus den Gelben Tonnen und Gelben Säcken in Anlagen, in denen sie sortiert und die unterschiedlichen Wertstoffe für das spätere Recycling aufbereitet werden. Welchen Beitrag diese hochmodernen Sortieranlagen für das Recycling leisten und wie sie funktionieren, zeigt die Initiative „Mülltrennung wirkt“ in einem Erklärfilm2 sowie einem virtuellen Rundgang.33>
Qualität der Sammlung bleibt entscheidend
Voraussetzung für hochwertiges Recycling ist die Qualität der gesammelten Verpackungsabfälle. Noch immer gehören rund 30 Prozent der Abfälle in Gelben Tonnen und Gelben Säcken dort nicht hinein. Diese sogenannten Fehlwürfe müssen aufwendig aussortiert werden und können die Sortierung und Verwertung korrekt entsorgter Verpackungen beeinträchtigen. Gleichzeitig gelangen noch zu viele Verpackungsabfälle in den Restmüll – dazu zählen zum Beispiel auch Glasverpackungen. Sie sind dann für das Recycling verloren. „Wie gut Recycling funktioniert, entscheidet sich bereits bei der Entsorgung im Haushalt“, so Subklew. „Richtige Mülltrennung ist dafür eine wichtige Voraussetzung.“
Die Grundregel dafür ist ganz einfach: In die Gelbe Tonne und den Gelben Sack gehören ausschließlich leere Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind zum Beispiel Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons. Papier, Pappe und Karton kommen ins Altpapier, leere Einweg-Glasverpackungen nach Farben sortiert in die Altglascontainer.
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Recyclingquoten 2024 im Überblick
(Angaben gemäß Veröffentlichung der ZSVR; gesetzliche Quoten in Klammern)
Kunststoffverpackungen (werkstoffliche Verwertung): 70,8 Prozent (63 Prozent)
Getränkekartonverpackungen: 69,5 Prozent (80 Prozent)
Sonstige Verbundverpackungen: 61,5 Prozent (70 Prozent)
Die Gesamtrecyclingquote für Leichtverpackungen lag 2024 bei rund 53 Prozent und damit über der gesetzlichen Vorgabe von 50 Prozent. Diese Quote bezieht sich auf die gesamte Sammelmenge aus den Gelben Tonnen und Gelben Säcken einschließlich der darin enthaltenen falsch entsorgten Abfälle.
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